Rekonstruierter römischer Limes-Wachturm
Rekonstruierte Palisadenbefestigung am Limeswanderweg

Der Limes im Odenwald

Der gigantische römische Grenzwall Limes schützte das Römische Reich damals vor feindlich gesinnten Völkern. Neben seiner Funktion als militärisches Frühwarnsystem diente er zudem als Zollgrenze. Die Grenzübergänge waren Marktplätze für den Außenhandel. 

Der europäische Limes, die nördliche Grenze Roms, reichte damals von der Mündung des Rheins und der Schelde in Holland bis zum Donaudelta an der Küste des Schwarzen Meeres.

Zunächst nur eine einfache Waldschneise wurde der Limes nach und nach mit Gräben, Erdwällen und Palisaden befestigt. Soldaten in Wachtürmen und Kastellen überwachten die Grenze. 

"Den" Limes gab es jedoch nicht: Zu verschiedenen Zeiten gab es auch verschiedene Verläufe - die Limeslinien.

Zwei Limeslinien verliefen damals auch im Osten des Odenwaldes:
Sie schützten die Römer um 100 n. Chr. vor den "wilden" Germanen. Noch heute können Sie die interessanten Überreste der Grenzlinien, Wachtürme und Kastelle erkunden.

An der älteren Linie, dem Odenwaldlimes, finden Sie ein schön gelegenes ehemaliges Römerbad, die steinernen Überreste verschiedener Wachtürme, die interessante Rekonstruktion eines hölzernen Wachturms und vieles mehr. Eine Wanderung auf dem Westlichen Limesweg ist eine schöne Möglichkeit den Odenwaldlimes zu entdecken.

An der jüngeren Linie, dem 30 km weiter östlich gelegenen Obergermanisch-Raetischen Limes, können Sie weitere Überreste und ein interessantes Römer-Museum erforschen.

Die landschaftlich schönen Limeswanderwege geleiten Sie entlang der ehemaligen Grenzlinie. Interessante Infotafeln erzählen Ihnen von damals.